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Jazzsession

Eine Abwechslung zum Studienalltag der letzten zwei Wochen… Mein Kommilitone Mehmet hat mich auf dem Rückweg vom Seminar gestern darauf angesprochen, ob ich nicht auch Lust hätte, abends noch mit in die Cavete zu kommen, da sei Open Stage – und zwar genauer gesagt eine Jazzsession. Normalerweise höre ich Jazz eher weniger, prinzipiell habe ich jedoch nichts dagegen. Und gute Livemusik macht immer Spaß. Ich habe spontan eingewilligt und war sehr gespannt.

Die Cavete ist eine Jazzkneipe in der Marburger Oberstadt, relativ klein und gemütlich, genauso wie die Oberstadt selbst. Jeden Montag ab 21 Uhr gibt es dort – wie gesagt – eine offene Bühne für Jazzenthusiasten. Hier drei Bilder:

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Von der ersten Band habe ich leider kein Foto. Die drei gezeigten Bands waren allerdings alle sehr gut, man konnte gar nicht anders, als die ganze Zeit mit den Füßen zu wippen. Zum Konzert selbst: Der Herr im ersten Bild war ein Technikfanatiker. Zu hören gab es schnelle Läufe, den Hals seiner Gitarre herauf und hinunter. Auch der Kontrabassist und der Schlagzeuger waren fleißig bei der Sache. Die zweite Band war auch sehr interessant, denn abgesehen von Bass, Piano und Schlagzeug, wurde hier statt einer Gitarre ein Saxophon eingesetzt. Persönlich hat mir diese Combo am besten gefallen. Der Saxophonist hat sich mit dem Schlagzeuger zusammen voll ausgetobt und auch der Bassist hat bei einigen, teilweise sehr funkigen Basssoli ganze Arbeit geleistet. Es gab also ein Klangfeuerwerk von etwa 40 Minuten Länge zu hören, wobei es zahlreichen Zwischenapplaus für gelungene Einlagen gab. Die Herren im dritten Bild waren etwas relaxter, hier dominierte eine eher ruhige Gitarre, wobei es trotz allem auch an interessanten Läufen und Soli nicht mangelte. Insgesamt hatte ich zusammen mit einem meiner Mitbewohner und einigen seiner und meiner Kommilitonen einen gelungenen Abend. Die spontane Idee, abends noch dort hinzugehen, hat sich auf jeden Fall gelohnt und vielleicht werden wir das noch öfter machen. Gefreut hat sich auch mein Portemonnaie: Der Eintritt war frei (!), sodass ich mit € 2,90 für ein großes Hefeweizen den ganzen Abend ausgekommen bin.